Ab April 2026 wird in Frankreich eine bedeutende Reform der „prime d’activité“, einer Sozialleistung für Erwerbstätige mit niedrigem Einkommen, eingeführt. Diese Reform zielt darauf ab, mehr Menschen zu erreichen und die Leistungen deutlich zu erhöhen. Gleichzeitig sollen stärkere Anreize geschaffen werden, um Menschen zu motivieren, trotz finanzieller Schwierigkeiten im Berufsleben zu bleiben. Diese Änderungen bieten interessante Ansätze, die auch für andere Länder wie Deutschland von Bedeutung sein könnten, um die Erwerbsarbeit gezielt zu fördern.
Was ist die „prime d’activité“?
Die „prime d’activité“ wurde ursprünglich im Jahr 2016 eingeführt und ersetzte frühere Unterstützungsprogramme für Geringverdiener. Anspruch auf diese Leistung haben alle Personen ab 18 Jahren, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen, sei es als Angestellte oder Selbstständige, und deren Einkommen bestimmte Obergrenzen nicht überschreitet. Sie wird als Ergänzung zum Lohn gewährt und über die Familienkassen (CAF) sowie die landwirtschaftlichen Sozialkassen (MSA) ausgezahlt.
Warum ist diese Reform wichtig?
Die Reform der „prime d’activité“ ist ein Schritt in Richtung einer besseren sozialen Absicherung für Menschen mit niedrigen Einkommen. Sie soll nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen verbessern, sondern auch die Motivation erhöhen, im Arbeitsmarkt aktiv zu bleiben. Durch die höhere Leistung und die breitere Reichweite wird diese Unterstützung zu einem wichtigen Instrument für den sozialen Ausgleich in Frankreich.









